React-O-Mat

Entwickeln Sie auf dem Book Development Board oder einem anderen Board mit zwei Tastern ein Programm, das die grüne LED aufleuchten lässt. Schalten Sie nach einer zufälligen Zeit die LED dunkel.

Nun sind zwei Spieler gefordert, einer den linken und einer den rechten Knopf zu drücken. Die Spielerin, die zuerst gedrückt hat, hat gewonnen. Auf der LED-Matrix soll ein blauer Pfeil zur siegenden Spielerin zeigen.

Sollte ein Spieler zu früh drücken, hat dieser verloren. Dies soll auf der LED-Matrix mit einem roten Pfeil auf den jeweiligen Spieler angezeigt werden.

Durch einen Reset kann das Spiel nun neu gestartet werden.

Verwenden Sie zum Erkennen der Knopfdrücke Interrupts.

Blink mit Multitasking

Verwenden Sie das BDB (book development board) zur Ausarbeitung des Beispiels.

Erstellen Sie unter FreeRTOS einen Task, der die LED_PUSH im Sekundentakt blinken lässt. Ein zweiter Task soll die LED_PULL ebenso im Sekundentakt blinken lassen.

Implementieren Sie nun in einem dritten Task eine Behandlung der beiden Taster. Beim Drücken des linken Tasters (SW2BOOT) soll das Blinked der LED_PULL verlangsamt, beim Drücken des rechten Tasters (SW3APP) beschleunigt werden.

Die Lösung soll iterativ verbessert/geändert werden (Verwenden Sie bedingte Compilierung (#ifdef), um zwischen den Lösungen per menuconfig zu wechseln):

  • Verwenden Sie im ersten Ansatz globale Variable zur Übergabe des Tastendrucks
  • Im zweiten Ansatz soll die globale Variable über einen Semaphor geschützt und synchronisiert werden
  • Schließlich soll das Ereignis über eine FreeRTOS Queue zugestellt werden

Vergleich von Sortieralgorithmen

Implementieren Sie die Sortierverfahren Selection Sort, Bubble Sort und Quicksort und führen Sie eine Geschwindigkeitsmessung durch. Verwenden Sie dafür mehrere Durchgänge in denen Sie Zufallsdaten erzeugen und diese jeweils mit den drei Verfahren sortieren.

Können Sie die in Sortierverfahren beschriebenen Aufwände bestätigen? Verwenden Sie die in Kapitel 3 beschriebene Instrumentierung zur Bestimmung der exakten Taktzyklenzahl.

Das Board, speziell zum Buch!

Zur Erleichterung des Einstiegs gibt es ein „Book Development Board“, das sämtliche Komponenten integriert hat, die für die Beispiele verwendet werden. Das sind

  • Der Mikrocontroller ESP32-C3, mit USB-C Anschluss für JTAG-Debugging und serielle Log-Ausgaben
  • Spannungswandler von 5V (USB) auf 3,3V
  • Zwei Taster für Benutzerinteraktion (plus ein Reset-Taster)
  • Zwei gelbe LEDs an GPIOs, eine in Push-Konfiguration und eine in Pull-Konfiguration
  • 25 dreifarbige WA2812b-LEDs mit eigenem Spannungswandler
  • Ein Potentiometer am ADC-Eingang
  • Eine Stiftleiste, um ein Modellbau-Servo per PWM anzuschließen
  • Stiftleisten zum Anschluss des Displays und des MAX3010x-Boards zum Aufbau eines Pulsoximeters
  • Ein Einschub für eine Mikro-SD-Karte
  • Eine Sockelleiste mit den seriellen RX und TX-Signalen
  • Ein RS-485 Transceiver nebst Stiftleiste für den Anschluss
  • Ein Temperatur-/Luftfeuchtesensor, angeschlossen über I2C (nicht im Buch beschrieben, als Zusatz)
  • Ein Beschleunigungssensor/Gyroskop, angeschlossen über SPI (nicht im Buch beschrieben, als Zusatz)
bdb, book development board

bdb, book development board

Wie die einzelnen Komponenten angeschlossen sind, kann dem Schaltplan weiter unten entnommen werden. Wichtig ist, dass Header für Jumper vorgesehen sind, da manche Pins mehrfach verwendet werden.

Konkret werden IO0, IO1, IO3 und IO9 mehrfach belegt und müssen für die jeweilige Anwendung gesetzt werden:

  • Für die beiden GPIO-LEDs muss Header 1 nach unten gejumpert werden
  • Die CS-Leitungen (SPI) für den Beschleunigungssensor und die SD-Karte befinden sich ebenso auf Header 1. D.h., dass die LEDs und Beschleunigungssensor/SD-Karte nicht gleichzeitig funktionieren.
  • Header zwei dient der Auswahl zwischen RS-485 Schnittstelle (IO9 wird hier für die Halbduplex-Richtungswahl verwendet) oder PWM (auf IO9 wird das PWM-Signal generiert).
  • Header 3 wählt die Interruptleitung vom Beschleunigungssensor oder vom Pulsoximetersensor.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass der Taster SW3APP mit dem Potentiometer gemeinsam verdrahtet ist. Das bedeutet, dass ein Drehen am Poti den Taster auslösen kann. Zur Verwendung des Tasters muss das Poti deshalb in Endstellung sein. Ebenso ändert ein Drücken des Tasters den gemessenen Widerstand des Potis.

GPIOFunc1Func2Anmerkung
IO0LED_PUSHCS_SDJumper 1: LED oder SD-Karte
IO1LED_PULLCS_ACCJumper 1: LED oder Beschleunigung
IO2BTN, PotentiometerFunktionen beeinflussen sich gegenseitig
IO3IRQ_ACCIRQ_PULSEJumper 3: Wahl des Gerätes für IRQ
IO4MOSISPI-Leitung, einzige Funktion
IO5SDAI²C-Leitung, einzige Funktion
IO6SDLI²C-Leitung, einzige Funktion
IO7MISOSPI-Leitung, einzige Funktion
IO8LEDSWS2812c 5×5 LEDs Array
IO9RS485_DIRPWMJumper 2: Wahl RS485 oder PWM (Servo)
Gleichzeitig mit SW2BOOT belegt
TXD0Serial TXgeteilt mit RS-485 bzw. Serial Header (3,3V)
RXD0Serial RXgeteilt mit RS-485 bzw. Serial Header (3,3V)
IO18USB-JTAGFlash und Debug
IO19USB-JTAGFlash und Debug
Vordefinierte Verwendung der GPIOs

Bestellung und Lieferung

Das Board, sowie die Aufsätze Display und MAX3010x sind nun lieferbar. Bitte einfach eine Mail an patrick(AT)ritschel.at schicken, die Stückzahl und ob ein SD1306-Display bzw. ein MAX3010x gewünscht sind. Ich habe aufgrund der geringen Stückzahlen noch keine fixe Preisliste und werde die aktuellen Preise (v.a. der MAX3010x ist schwankt in meinem Einkauf stark) zusenden.

Das „Book Development Board“ mit Display und MAX30102 im Betrieb

Das Board dient nur dem Zweck des Erlernens eingebetteter Programmierung als Begleitung zum Buch. Es darf nicht für andere Zwecke verwendet werden. Es darf nicht unbeaufsichtigt betrieben werden.

This board is distributed on an "AS IS" BASIS, WITHOUT WARRANTIES OR CONDITIONS OF ANY KIND, either express or implied.

Schaltplan

Der Schaltplan sollte nur als Referenz verwendet werden und darf nicht als Basis kommerzieller Projekte.

The Schematic is in the Public Domain (or CC0 licensed, at your option). Unless required by applicable law or agreed to in writing, this schematic is distributed on an "AS IS" BASIS, WITHOUT WARRANTIES OR CONDITIONS OF ANY KIND, either express or implied.

Fiebermesser

Implementieren Sie einen Fiebermesser. Bis zu einer gemessenen Körpertemperatur von 37°C soll die LED des Entwicklungsboards grün, zwischen 37°C und 38°C wegen erhöhter Temperatur orange und darüber zur Anzeige von Fieber rot leuchten.

Während des Messvorgangs soll die LED blau leuchten. Die Temperatur soll so lange gemessen werden, bis der Messwert nicht mehr nennenswert steigt.

Implementierung

Als Sensor kann ein Sensor mit 1-wire-Bus, wie der DS18B20, der in verschiedenen Sensoren eingebaut ist. Im Beispiel wird eine günstige Edelstahlsonde verwendet.

Die Ausarbeitung fevercheck des Beispiels ist im Repository zu Vergleichszwecken abgelegt.

Bewegungsmelder

Mit einem Pyroelektrischen (PIR-) Sensor können Bewegungen warmer Objekte sehr stromsparend erkannt werden. Ein solcher Sensor, beispielsweise von Panasonic erhältlich bei Conrad, soll verwendet werden um die LED des Entwicklungsboards entsprechend zu dimmen. Bei erkannter Bewegung soll die LED fünf Sekunden lang hell sein, um anschließend wieder im gedimmten „Dämmermodus“ zu verweilen.

Die Ansteuerung des PIR-Sensors soll in einer Komponente pirsensor gekapselt sein. Eine PIR-Auslösung soll über einen dynamischen Callback in die Applikation gemeldet werden.

Implementierung

Die Ausarbeitung motiondetect des Beispiels ist im Repository zu Vergleichszwecken abgelegt. Der PIR-Sensor ist im Beispiel an GPIO 3 angeschlossen, der LED-Strip an GPIO 8. Die Auswahl kann in der Konfiguration geändert werden.

Laufschrift (Übungsbeispiel)

Entwickeln Sie auf einem Board mit 25×25 LEDs (wie dem in Bezugsquellen Entwicklungsboards beschriebenen ESP32-C3FH4-RGB) eine Laufschrift.

Der darzustellende Text wird als String mit speziellen Formatierungszeichen übergeben: \1 gefolgt von der Farbe, beispielsweise r setzt roten Text, gefolgt von b blauen Text. Die Anzeige des Strings "\1rWelcome \1gto \1bthe\1o>>ticker<<\1w!!! " ist in folgendem Video ersichtlich.

ticker bei der Anzeige

Implementierung

Die Ausarbeitung ticker des Beispiels ist im Repository zu Vergleichszwecken abgelegt.

Das Beispiel implementiert einen Patch für das rmt_led-Modul: Durch das Setzen der mem_block_symbols = 64 ist es nicht möglich, weitere RMT-Kanäle für andere Kommunikation parallel zu verwenden. Eine Änderung auf den Standardwert 48 ermöglicht dies. Zukünftige Versionen der led_strip-Bibliothek haben dieses Problem behoben.

Stoppuhr (Übungsbeispiel)

Entwickeln Sie auf einem Board mit Display wie dem in Bezugsquellen Entwicklungsboards beschriebenen ESP32-C3-0.42LCD eine Stoppuhr.

Beim Druck auf den Taster soll die Stoppuhr gestartet werden. Gleichzeitig soll die LED des Boards grün leuchten und die laufende Zeit auf zwei Nachkommastellen genau auf dem Display angezeigt werden.

Wird der Taster wiederum gedrückt, soll die Stoppuhr anhalten und die gemessene Zeit auf drei Nachkommastellen auf dem Display angezeigt werden. Zusätzlich soll die LED rot leuchten.

Die Ausarbeitung stopwatch des Beispiels ist im Repository zu Vergleichszwecken abgelegt.

Abschnitt 9.3, „Echtzeitbetriebssystem“: Beispiel task_demo

Das Beispiel umfasst die in Kapitel 9 besprochenen, in den Listings gezeigten Verfahren.

Über die Konfiguration kann eingestellt werden, ob der LED-Task in der Hauptschleife den Task-Status zyklisch abfragen und in der Konsole ausgeben soll. Ebenso kann der Mechanismus der Zustellung des Knopfdrucks eingestellt werden. Zur Wahl stehen eine Semaphore und eine Queue.

Konfiguration des Beispiels

Verwendet ein beliebiges Board mit ESP32-C3 Mikrocontroller.